Baustoffrecycling weiter stärken: Nationaler Verband ANPAR zu Besuch beim Konsortium bau.recycle in Südtirol

 

Südtirol ist italienweit Vorreiter im Baustoffrecycling. Wie dies möglich ist, zeigte kürzlich das Konsortium bau.recycle, die Interessenvertretung der Bauschutt-Wiederverwerter in Südtirol, einer Delegation des nationalen Verbandes der Bauschuttrecycler ANPAR sowie Vertretern des CET Trentino - Consorzio Estrattivo Trentino.

„Südtirol verfügt über langjährige Erfahrung bei der Aufbereitung und Wiederverwertung von Baurestmassenmaterialien. Unser Ziel ist es, die Kreislaufwirtschaft am Bau zu stärken und dadurch die Nachhaltigkeit verbessern. Wir sind auf einem guten Weg, auf nationaler Ebene braucht es jedoch mehr Verständnis und Einsatz für dieses Thema, um noch besser werden zu können“, erklärt Andreas Auer, Präsident des Konsortiums bau.recycle.

Konkret gibt es derzeit auf staatlicher Ebene eine Norm, die den vermehrten Einbau von Recycling-Sand in Beton verhindert. Besucht wurde deshalb gemeinsam das Amt für Geologie und Baustoffprüfung in dessen Labore die Forschung dazu stattfindet. „Die Ergebnisse einer Forschungskonvention zwischen dem Konsortium bau.recycle mit dem Amt für Geologie und Baustoffprüfung haben bewiesen, dass der Einbau von Recycling-Sand in Beton problemlos möglich und die Qualität sowie die Sicherheit zudem gleichbleibend ist“, zeigte Thomas Hasler, Geschäftsleiter des Baukollegiums, dabei auf. „Gemeinsam mit ANPAR werden wir versuchen, die Ergebnisse der Forschung auf nationaler Ebene vorzustellen und dadurch eine Änderung der Norm zu erreichen – für eine weitere Stärkung der Kreislaufwirtschaft und der Nachhaltigkeit,“ so Hasler.

Abgerundet wurde der Austausch von einer Besichtigung des Bauschutt-Recyclingcenter der Erdbau in Meran. ANPAR-Präsident Carlo Colombino sowie Geschäftsleiter Paolo Barberi zeigten sich beeindruckt von der Südtiroler Realität und versprachen ihre Unterstützung, um auf nationaler Ebene im Sinne der Nachhaltigkeit den Einbau von Recycling-Sand in Beton zu fördern. Eine weitere Stärkung des Austausches ist auch im Sinne des Trientner CET, wie Präsident Alex Zulberti sowie Flavia Angeli, Mitglied des Direktivrates betonten.

 

Das Konsortium für Baustoffverwertung - bau.recycle ist die Interessenvertretung der Wiederverwerter, die ihren Sitz in der Autonomen Provinz Bozen haben. Ziel des Konsortiums ist die Entwicklung, Rationalisierung, Wiedergewinnung und Vermarktung von Recyclingprodukten zu fördern. Dies mit dem besonderen Augenmerk auf die Wiedergewinnung und Verwertung von Bauschutt, Aushubmaterial und generellen Erdbewegungen in Südtirol. Des Weiteren unterstützt das Konsortium für Baustoffverwertung - bau.recycle die Suche nach sinnvollen Möglichkeiten von Bauschuttrecycling, fördert neue Formen von Wiedergewinnung und bietet Beratung in diesem Bereich. Zudem fördert das Konsortium bau.recycle den Austausch auf internationaler Ebene. Nicht zuletzt vertritt das Konsortium für Baustoffverwertung - bau.recycle die Interessen seiner Mitglieder gegenüber dem Land Südtirol. Dem 1991 gegründetem Konsortium gehören heute 28 Mitglieder an.